Ferienhäuser Karin Minor
Urlaub in der Bretagne / Frankreich

19. November 2019
Liebeserklärung an das Centre Finistère

Wer an die Bretagne denkt, sieht meist lange Strände vor sich, urwüchsige Natur, hohe Wellen oder auch Steilküsten. Man denkt an Strandspaziergänge, Wassersport, Leuchttürme, Fisch und Meeresfrüchte. Wunderschön, wir lieben das auch!

Aber die Bretagne hat noch mehr zu bieten als "ar mor", das Land am Meer: es gibt auch "ar goat", das Hinterland, das Zentrum, die ländliche Bretagne. Und wer sich darauf einlässt, dass sein Ferienhaus mal nicht "mit den Füßen im Wasser" steht oder wer mit dem Auto eine Tour in das Herz des Finistère unternimmt, der wird überrascht und begeistert sein, wie schön es dort ist!


Im Herzen des Finistère

Unser diesjähriges Ferienhaus (Haus 105, unsere Wassermühle) liegt buchstäblich im Herzen des Finistère, gut eine Stunde von jedem Strand entfernt, egal, ob nördlich, westlich oder südlich. Natürlich haben wir Ausflüge an die Küste gemacht: wir waren auf dem Cap Sizun, auf der Halbinsel Crozon und an der Rade de Brest. Aber wir haben auch ausgiebig die direkte Umgebung erkundet.

  • Wir haben den uralten Gebirgszug der Monts d'Arrée gesehen, mit seinen tollen Ausblicken auf pure Natur und seinen urigen Dörfchen. Nahezu jedes konnte mit einem "enclos paroissial" aufwarten, einem umfriedeten Kirchhof mit Triumphbogen, Beinhaus und steinerner Kreuzigungsgruppe vor einer alten Kapelle.
  • Wir haben auf dem höchsten Berg der Bretagne gestanden, dem "Menez Hom" und haben den Blick über weites Land bis hin zur Küste genossen.
  • Wir waren im Zauberwald des Miraculix, dem "Chaos de Huelgoat", wo Riesen mit Granitblöcken Murmeln gespielt zu haben scheinen.
  • Wir waren shoppen im hübschen Römerstädtchen Carhaix und haben nachher in einem der zahlreichen Restaurants herrlich gegessen. 
  • Wir sind durch die gepflegten Ländereien des Château de Trévarez geschlendert, durch Kamelien und Hortensienbüsche und haben unter uralten Bäumen die Pilze fotografiert.
  • Wir sind durch verwunschene Hohlwege an den malerischen Ufern der Aulne gewandert, haben Seidenreiher, Bekassine, Eisvogel und Hermelin entdeckt.
  • Wir haben in der Nacht einen Sternenhimmel zu sehen bekommen, wie wir ihn von zuhause her nicht kannten - völlig ohne Lichtverschmutzung konnten wir die Milchstraße über unserer Mühle erkennen.
  • Wir haben ein "Fest Deiz" besucht in einem der urigen Dörfchen, die sich in die Falten der Berge ducken, so dass gerade mal der Kirchturm oben herausschaut, haben bretonischer Musik gelauscht, alte Handwerkstechniken kennengelernt und den Menschen beim Feiern zugesehen.

Die echte Bretagne

Wir haben dabei so viel Ursprüngliches, Ungekünsteltes erfahren, so viel Gastfreundschaft, Lebensfreude und warme Herzlichkeit, dass wir den Eindruck hatten, einen Blick auf die echte Bretagne geschenkt bekommen zu haben.

Vielleicht lag es daran, dass die Hauptsaison vorbei war, die Urlauber schon fast alle wieder zuhause, die Touristenattraktionen menschenleer und die Bretonen unter sich waren. Aber noch nie haben wir so viel freundlichen Kontakt zu den Menschen vor Ort gehabt, uns so nett unterhalten und so viel erfahren und gelernt.


Was für ein wunderbarer Urlaub!

Ingrid Doerenkamp