Ferienhäuser Karin Minor
Urlaub in der Bretagne / Frankreich

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4. November 2016
Wandern in der Bretagne: Unglaubliche Ausblicke zwischen Port Manec’h und Rospico

Im Juni 2015 haben meine Tochter und ich diese Wanderung unternommen. Sie war eigentlich ein Teilstück, das wir auf unserer Fahrradtour an der Küste eingebaut haben. Wir haben die Räder auf diesen Weg mitgenommen, das ist jedoch nicht zu empfehlen! Fahren kann man hier keinesfalls, und selbst das Schieben wird an manchen Stellen schon sehr, sehr schwierig. Zum Schluß waren wir froh, so gerade eben durch ein kleines Tor schlüpfen zu können und nicht umkehren zu müssen. Zum Wandern haben wir dieses Stück allerdings sehr genossen und konnten uns an den vielen wechselnden Aussichten kaum sattsehen. Wir werden diese Wanderung bei nächster Gelegenheit wiederholen und dann sicher bis Raguenès verlängern!

Der Strand von Port Manec’h ist unser Ausgangspunkt. Ein ganz zauberhafter kleiner Strand mit klarem Wasser, feinem Sand und herrlicher Aussicht. Hier gibt es noch diese kleinen Badehäuschen, die Anfang des letzten Jahrhunderts an jedem feinen Badeort zu finden waren und ein schönes Restaurant mit Terrasse. (Bild 1 und 2) Wir nutzen die glatten Felsen für unsere Mittagspause und steigen dann in den Weg ein. Er ist gut markiert mit rot-weißen Balken und der Bezeichnung „sentier côtier“. Das erste kurze Stück heißt „Sentier André Jolly“, benannt nach einem belgischen Maler, der Anfang des letzten Jahrhunderts in Névez gelebt und gearbeitet hat. (Bild 3) Es führt ein kurzes Stück am Ufer entlang (Bild 4), biegt dann in den Ort ab und führt über eine steile Straße hinunter zum Hafen von Port Manec’h. Genießen Sie den Anblick der Segel-, Motor- und Fischerboote, vergessen Sie nicht, einen Blick zurück zum Strand zu werfen (Bild 5) und laufen Sie an der Kaimauer entlang bis zu der schmalen Treppe, die unter einer spektakulären Zeder steil nach oben führt (Bild 6). Hier geht der „sentier côtier“ weiter. Er windet sich entlang der Küste, folgt den natürlichen Steigungen der Steilküste hinauf und hinab und ist teils mit Treppenstufen ausgebaut. Alle paar Schritte ändert sich der Blick auf die blaue See, die zerklüftete Küste, rauhe Granitfelsen, den rotweißen Leuchtturm von Port Manech und die blühende Böschung. Versäumen Sie nicht, sich auch manchmal umzudrehen, auch der Blick zurück lohnt sich! (Bild 7-17)

Nach ca. 3km endet der Weg oberhalb der tief einschneidenden Bucht von Rospico. Ein Mäuerchen säumt den schmalen Weg und sichert die Wanderer. (Bild 18 und 19) Hier können Sie im Restaurant „Les Vagues“ eine Pause einlegen, sich in den feinen Sand zum Sonnenbad legen oder sich ein erfrischendes Bad im Meer gönnen. Bei Flut läuft das Wasser weit in die Bucht hinein, das Wasser wird durch den heißen Sand und die Sonneneinstrahlung etwas wärmer als die offene See, da können sich auch Kälteempfindliche ins Wasser wagen oder kleine Kinder in den seichten Prielen spielen. Ist man abgekühlt und wagemutig, läuft man in die Wellen, die sich kurz vor dem Strand brechen und eine Menge Spaß versprechen. (Bild 20 und 21)Wir haben hier am Strand den Rest unseres Nachmittags vertrödelt und sind anschließend mit dem Rad nach Hause gefahren. Im nächsten Jahr kommen wir wieder – ohne Fahrräder!

Übersicht:
  • ca. 5 km
  • Küstenwanderweg GR34
  • eine gute Stunde, wenn man stramm durchgeht, aber eigentlich braucht man viel länger, denn es geht rauf und runter, und man bleibt immer wieder stehen, um die Aussicht zu genießen. Wir waren zwei Stunden unterwegs
  • es geht rauf und runter, teils über Treppen, teils über Böschungen
  • ausgebauter Wanderweg, aber gute Schuhe sind sinnvoll, nicht für Fahrräder und Kinderwagen geeignet