Ferienhäuser Karin Minor
Urlaub in der Bretagne / Frankreich

6. November 2016
Wandern in der Bretagne: Rund um den wunderschönen Meeresarm von Pouldohan

Im Juni 2015 haben wir diese Wanderung zu dritt unternommen. Startpunkt ist in Lambell etwa Ortsmitte. Wir laufen die „Route de Lambell“ nach Norden (Richtung D783 / Le Minaouët) und biegen dann links in den „Hent Kerbiquet“. Direkt hinter dem Ortsausgangsschild gehen wir nach rechts in die „Route de Kerlay“ und laufen auf dieser Straße, bis es nicht mehr weiter geradeaus geht. Bei einem alten Bauernhof nehmen wir die Straße nach links („Route de Grignallou“). Nach ca. 300m macht die Straße eine Linksbiegung, hier laufen wir rechts in eine Wiese hinein und überqueren sie geradeaus auf eine Reihe Bäume zu. Unter den Bäumen treffen wir auf den Küstenwanderweg, auf den wir nach rechts einbiegen. (Bild 1 und 2) Von jetzt an ist es einfach. Wir folgen einfach nur dem Küstenwanderweg.

Schon nach wenigen Minuten am Ufer entlang treffen wir auf eine alte Wassermühle, eine „moulin mer“, die durch die Gezeiten angetrieben wird. Ein hölzernes Brückchen führt hinüber, dahinter laufen wir auf einem Damm auf die andere Seite des Meeresarmes. (Bild 3-5). Dieser Zweig heißt übrigens „Le Minaouët“. Wir folgen dem Weg weiter am Ufer entlang, staunen über riesige bemooste Findlinge am Wegesrand (Bild 6) und freuen uns über schöne Ausblicke auf das Wasser (Bild 7 und 8). Immer wieder dümpeln Boote am seichten Ufer, man sieht alte Bäume und verstreute Häuser auf der anderen Seite und auch eine Bootswerft fehlt nicht (Bild 9). Wir kommen an eine Stelle, an der die Felsen bis weit ins Wasser hineinragen und den Durchgang eng machen (Bild 10). Dahinter bietet sich ein wunderbarer Ausblick in Richtung Mündung (Bild 11). Unser Weg biegt hier nach rechts und führt um einen weiteren Zweig des Minaouët herum. Ein Waldstreifen mit alten Bäumen säumt den Weg zur Rechten, blühende Wiesen mit Mäuerchen aus weiß und gelb bewachsenen Granitsteinen (Bild 12) und dahinter das flache Wasser des Meeresarmes zur Linken. Ein altes Holzboot liegt im Schlick auf der Seite und verwittert nach und nach zum Gerippe (Bild 13).

Am Kehrpunkt des Weges, dort, wo dieser Zweig des Minaouët endet, liegen prachtvolle, gepflegte Anwesen hinter jahrhundertealten Bäumen. (Bild 14 und 15) Jachten dümpeln am seichten Ufer oder balancieren auf ihrem Schwert. (Bild 16)  Wieder zurück am Hauptarm des Minaouët eröffnet sich uns der Blick auf den weißgrünen Turm von Pouldohan, der an der gegenüberliegenden Uferspitze aufleuchtet (Bild 17). Wir laufen weiter und entdecken einige kleine, sehr versteckte Sandbuchten, die sehr einladend aussehen. (Bild 18) Teilweise muß man schon ein bißchen klettern, um vom Weg zum Strand hinunter zu steigen, es liegen aber dicke Stricke bereit, die am Felsen befestigt sind und den Ab- und Aufstieg erleichtern. (Bild 19) Linkerhand öffnet sich die „Anse de Pouldohan“ mit ihrem kleinen Jachthafen. Geradeaus schimmert zwischen den knorrigen Kiefern der Blick auf die Mündung des Meeresarmes. (Bild 20)

Wir folgen dem Weg noch bis zum nächsten Sandstrand, der in einer kleinen Bucht gegenüber dem äußeren Jachthafen von Pouldohan liegt. (Bild 21 und 22) Hier legen wir eine Pause ein, um in der Sonne und im Meer zu baden und unser Lunchpaket zu verspeisen. Gleichzeitig warten wir so sehr angenehm, bis das Wasser gefallen ist. Bei Ebbe packen wir unsere Siebensachen wieder zusammen und laufen erst ein Stück zurück in die Richtung, aus der wir gekommen sind. Hinter der ersten Sandbank, bei einem der kleinen Strände gegenüber des Turmes von Pouldohan entledigen wir uns unserer Schuhe und packen alles in die Rucksäcke. Dann laufen wir in das Wasser (Bild 23) und halten zunächst auf den kleinen Hafen in der Anse de Pouldohan zu (Bild 24 und 25). Hier tummeln sich zahlreiche Wasservögel und fischen kleine Krebse und anderes Getier aus dem flachen Wasser. (Bild 26) Kinder machen es ihnen nach, sie starten von den kleinen Strandbuchten am Rand, die langsam trocken fallen. (Bild 27)

Wir wählen den linken der beiden Abzweigungen, in dem das Wasser rasch flacher wird und schließlich komplett abläuft, so dass wir über den nun trockenen, sandigen Boden des Meeresarmes laufen können. An seinem Ende ist ein kleiner Parkplatz, (Bild 28) hier ziehen wir unsere Schuhe wieder an und wenden uns nach links, laufen die ansteigende Straße zwischen schönen Häusern bis zur ersten Kreuzung, an der wir rechts in den „Hent Kerbiquet“ einbiegen, der uns durch eine schöne Wiesenlandschaft wieder an den Ortseingang von Lambell zurückbringt, wo wir das letzte Stück auf bekanntem Weg zum Ausgangspunkt zurück laufen.

Fazit: wir haben diese Wanderung unglaublich genossen! Nicht nur die wunderschönen Ausblicke, die man auf dem Wege erhaschen kann, auch die Kombination von Wandern, Schwimmen, Sonnenbaden und Waten hat uns ausnehmend gut gefallen und locker einen ganzen Tag wunderschön ausgefüllt. Und wie cool ist es, dass es mitten durch den Meeresarm zurück geht?! Man sollte allerdings darauf achten, dass die Gezeiten stimmen, denn erstens sieht der Wanderweg bei Flut um einiges idyllischer aus und zweitens braucht man schon die Ebbe, um durch das Wasser waten zu können. Also informiert man sich am besten vorher, wann die Gezeiten wie stehen und richtet seinen Tag danach aus. Und wenn man die Wanderung bei Ebbe beginnt, läuft man sie eben umgekehrt! ;o)

Übersicht:

  • ca. 8 km
  • Teilstück des Küstenwanderweges GR34
  • etwa zwei Stunden, wenn man stramm durchgeht, aber eigentlich braucht man viel länger, denn man bleibt immer wieder stehen, um die Aussicht zu genießen. Wir waren drei Stunden unterwegs
  • gut zu laufen, flach, keine Kletterpartien, jedoch nicht für Wasserscheue geeignet, denn auf dem Rückweg waten wir mitten durch den Meeresarm!
  • Nicht für Fahrräder und Kinderwagen geeignet
  • Tipp: laufen Sie bei Flut los und nehmen Sie Strandsachen mit, dann können Sie, sobald die Ebbe kommt, durch den Meeresarm watend den Rückweg abkürzen