Ferienhäuser Karin Minor
Urlaub in der Bretagne / Frankreich

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3. November 2016
Wandern in der Bretagne: Chaumières und viel Natur zwischen Raguenès und Pointe de Trévignon

An einem sonnigen Tag im Mai 2014 bin ich mit meiner Tochter diese wunderschöne Wandertour gelaufen. Gestartet sind wir im Weiler Kerlin, in der Nähe des Pointe de Trévignon, wo unser Ferienhaus stand: eine kleine authentische Chaumière mit Strohdach – so richtig bretonisch! Von hier aus sind wir über einen Wiesenweg bis zur D1 gelaufen, die wir überquert haben, und von dort in Richtung St. Philibert. In der Bäckerei des Dorfes, die übrigens wegen ihrer Qualität weithin bekannt ist, haben wir uns mit Proviant eingedeckt. Der freundliche Bäcker empfahl uns, gleich hinter der Bäckerei einen versteckten Waldweg zu nehmen, den wir so nie entdeckt hätten. Wir bedanken uns noch einmal für diesen Rat, denn der Weg war wunderschön! (Bild 1-4)

Lange ging es durch blühende Wiesen, Wäldchen und Felder bis nach Tréhubert. Dieses Dorf ist an sich schon einen Ausflug wert, denn man findet hier noch einen alten Brotbackofen und wunderschön restaurierte und mit Blumen herausgeputzte Chaumières. (Bild 5) Wir sind ein bißchen durch das Dorf gewandert und haben schließlich gegenüber einer ganzen Häuserzeile dieser kleinen, strohgedeckten Bauernhäuschen einen Weg eingeschlagen, der uns im Zickzack durch herrlich schattige und naturbelassene Wälder geführt hat. (Bild 6) Wir waren ein wenig in Sorge, da dieser Weg auf unserer Karte nicht durchgängig erschien und glaubten schon, uns durch Unterholz kämpfen oder einen Bach durchqueren zu müssen, aber alle Sorge war unbegründet: der Weg war gut ausgebaut, und über den betreffenden Bach gab es eine kleine Brücke.

Aufgetaucht aus dem Wald (Bild 7) haben wir noch einen kleinen Abstecher gemacht zur „Fontaine Lavoir de Kercanic“. Diese kleine, übermauerte Quelle war über einen kurzen Wiesenweg schnell erreicht und lud uns zur Mittagspause ein. (Bild 8) Wenig später erreichten wir das Dorf Kercanic und konnten uns kaum satt sehen: nahezu jedes Haus hier war eine perfekt restaurierte Chaumière. Viele davon mit einem hübsch angelegten Garten, schönen Accessoires und vielen Blumen. Dazu alte Steinbrunnen und schattenspendende Bäume. Man wähnte sich wirklich in längst vergangener Zeit! (Bild 9-10)

Nach ausgedehnter Besichtigung und vielen, vielen Fotos verließen wir Kercanic in Richtung Raguenès. Die abschüssige Straße zum Strand gönnte uns einen schönen Blick auf das blaue, in der Sonne funkelnde Meer. Ebbe! Wir konnten also die Insel besuchen, die man bei niedrigem Wasser zu Fuß erreichen kann. Natürlich haben wir den Abstecher gemacht und die wunderbar naturbelassene Insel umwandert. (Bild 11) Herrliche Ausblicke boten sich vor allem Richtung Trévignon.

Wieder zurück auf dem Festland haben wir uns eine Pause auf den großen Felsen gegönnt (Bild 12), ehe wir den Heimweg über den „Sentier côtier“, den Küstenwanderweg GR34, Richtung Trévignon angetreten sind. (Bild 13, 14) Der sehr gut ausgebaute Weg schlängelt sich dicht an Küste und Stränden entlang und ist in unserer Richtung vor allem gegen Abend schön, weil man in den Sonnenuntergang hineinläuft. Man wundert sich, wie viele schöne Sandbuchten sich hier aneinanderreihen wie die Perlen an einer Schnur: an dieser hier sitzt ein Angler, an der nächsten buddeln noch zwei Kinder im Sand, in der dritten spielt jemand mit seinem Hund, für den er immer wieder einen Ball in die Wellen wirft, die nächste gehört wiederum den Möwen allein. Herrlich, dies alles zu entdecken! (Bild 15, 16) Nachdem wir die Spitze des Pointe de Trévignon mit seinem Schloß hinter uns gelassen hatten, liefen wir am malerischen Fischerhafen mit dem kurzen Turm und dem charakteristischen Bootshaus vorbei. Wer möchte, kann hier noch in eines der schönen Restaurants einkehren. (Bild 17) Uns zog es jedoch nach Hause in unser „Hexenhäuschen“, so sind wir noch zwei Buchten weiter gelaufen, ehe wir kurz vor dem Eingang in die „Étangs“, dem Naturgebiet am langen Strand von Trévignon (Bild 18), auf die Straße nach Kerlin eingebogen sind, die uns zurück zu unserem Ferienhaus geführt hat.

Übersicht:

  • 17 km
  • ab 3 Stunden, wenn man stramm durchgeht, aber eigentlich braucht man den ganzen Tag, um alles ansehen und fotografieren zu können
  • flach, <100 Höhenmeter
  • gut zu laufen, ausgebaute Wanderwege, teils Asphalt