Ferienhäuser Karin Minor
Urlaub in der Bretagne / Frankreich

25. September 2017
Reisebericht: mein Urlaub im Haus 96

Im September 2017 haben wir es endlich einmal wahr gemacht: wir wollten eine Woche richtig Urlaub machen. Ohne Arbeit, ohne Terminkalender, ohne to-do-Liste. Einfach aus allem raus kommen und die Seele baumeln lassen. Bisher hatten wir bei jedem Bretagneurlaub die Intention, möglichst viel zu sehen, kennenzulernen und zu unternehmen, natürlich auch im Hinblick auf meine Arbeit bei der Agentur. Ich wollte ja die Kunden möglichst kompetent beraten können. Jetzt aber wollten wir die Bretagne mal selbst einfach nur genießen...!

Bei einer Wanderung am Aven vor zwei Jahren hatten wir das Haus 96 einmal zufällig entdeckt und hatten es seither nicht mehr vergessen können: ein kleines Granithäuschen mitten im Wald, ganz, ganz ruhig ist es dort. Hier fährt kein Auto mehr, und nur selten "verirren" sich die Wanderer vom GR34, dem Küstenwanderweg, hierher. Dafür sieht man Rehe, Füchse, Schmetterlinge, weiße Reiher und hört die Vögel singen - das perfekte Häuschen für uns! Dass es dazu auch noch viel Charme hat und eine geschmackvolle und gemütliche Ausstattung - umso besser!

Wir haben uns gleich von Anfang an wohl gefühlt, die Eigentümerin hat uns sehr nett willkommen geheißen und uns alles gezeigt. Im Kühlschrank standen Bier und Cidre als Willkommensgruß, die Betten waren schon bezogen - alles sah so einladend aus!
Wir sind gleich noch in der Abendsonne zur Gezeitenmühle von Hénan spaziert, die nur ein paar Gehminuten vom Haus liegt. Die uralte Mühle hat eine so romantische Ausstrahlung, dass wir dort ein Hochzeitspärchen samt Blumenkind und Fotograf angetroffen haben, die dort ein paar schöne Fotos machen wollten. Mit einem herzlichen Glückwunsch sind wir zu einer kleinen Runde durch den Bois de Hénan am Aven gestartet, der im warmen Abendlicht besonders schön war.

In den folgenden Tagen haben wir vor allem die Ruhe und Naturschönheit des Aven genossen, sind viel gewandert und haben die Uferwege zwischen Pont-Aven und der Meeresküste bei Port Manec'h erkundet. Es ist so schön hier! An Tagen mit richtigem Strandwetter waren wir in Port Manec'h und Rospico, die beiden wunderschönen Sandstrände sind ja in nur wenigen Minuten mit dem Auto erreichbar. Da sie sehr geschützt liegen, waren sie auch an einem Tag Mitte September gut zum (Sonnen-)Baden geeignet.

Natürlich haben wir auch Pont-Aven besucht! Das malerische Künstlerstädtchen liegt ja nur eine Viertelstunde zu Fuß von unserem Häuschen entfernt. Ganz schön lebhaft geht es dort zu, viele Touristen besuchen den hübschen Ort, der mit vielen guten Restaurants und netten Geschäften aufwartet. Schön ist auch der Hafen und der romantische "Bois d'Amour" am Aven. Man kann sich gut vorstellen, dass hier früher die Liebespaare flaniert sind - natürlich immer unter Aufsicht einer Anstandsdame, versteht sich! ;-)

Viel zu schnell war unsere "Seelenbaumelwoche" wieder vorbei. Aber für uns steht fest, dass wir wiederkommen! Und dass wir dann mehr Zeit mitbringen...

Ingrid Doerenkamp