Ferienhäuser Karin Minor
Urlaub in der Bretagne / Frankreich

2. November 2016
Reisebericht: mein Urlaub im Haus 38

Dieses Jahr wollten wir natürlich wieder ein Ferienhaus in der Bretagne mieten - unser erster Aufenthalt dort im letzten Jahr hatte uns so gut gefallen, dass wir wohl für immer Fans der Bretagne sein werden! Unsere Wahl fiel auf Haus 38 in Lambell. Da unsere Reisezeit im Juni lag, haben wir vor allem Wert gelegt auf eine Terrasse mit einem schönen Garten, damit wir draußen sitzen und frühstücken konnten. Außerdem suchten wir das Flair eines authentisch bretonischen Ferienhauses. Unmittelbare Strandnähe war dagegen für uns nicht so wichtig. Wir haben uns Haus 38 ausgesucht, das uns mit seiner romantischen und gemütlichen Ausstrahlung neugierig gemacht hatte.

Wir kamen spätnachmittags bei herrlichem Sonnenwetter in Lambell an. Unser Ferienhaus erwartete uns mit blühenden Hortensien und offenen Fenstern und sah so richtig einladend aus. Auf den ersten Blick haben wir durchgeatmet und gedacht: \"Ja, das wird ein schöner Urlaub hier!\" Gleich beim ersten Durchgang fühlten wir uns schon wohl: das Ferienhaus wirkt gemütlich, rustikal und wohnlich. Hier ist nichts steril oder kühl oder anonym, dieses Ferienhaus wurde mit Liebe und Sorgfalt eingerichtet und ausgestattet und offensichtlich auch selbst genutzt.

Beim Auspacken merkten wir schon, daß wir viel zu viel mitgenommen hatten, da so vieles im Ferienhaus vorhanden war. Die Eigentümer hatten an alles gedacht, was man zum täglichen Leben im Urlaub gut gebrauchen kann: von der hochwertigen und vollständigen Küchenausstattung bis hin zu Verbrauchsgütern wie WC-Papier, Spülmaschinentabs und Waschpulver. Hatte ich sicherheitshalber noch eine Grundausstattung für die Küche mitgenommen (Salz, Pfeffer, Zucker, Spülmittel und -lappen), stellte ich schnell fest, dass alles schon vorhanden war, dazu ein halbvoller Vorratsschrank und ein gut gefülltes Gewürzbord. Da fühlt man sich doch gleich willkommen!

Den herrlichen, riesenhaften Granitkamin haben wir gar nicht genutzt, da das Wetter dafür zu warm war, bei kühleren Temperaturen trägt er sicher sehr zur Gemütlichkeit bei. Aber auf der bequemen Couch haben wir abends gern gesessen und manch einen schönen Film geguckt. Das Haus hat deutsches Fernsehen und - sollte live nicht Gutes kommen - auch einen DVD-Player. Angenehm fanden wir auch, dass es ein Telefon gibt, das man kostenlos benutzen darf, und dass man im Ferienhaus Internet hat. So kann man mit der Familie zuhause in Kontakt bleiben, schon mal Fotos schicken oder auch nach den Öffnungszeiten der Restaurants suchen.

In den Betten haben wir wunderbar geschlafen, schön war auch, daß Mückengitter vorhanden waren, so konnte man den ganzen Tag über gefahrlos lüften. Das Badezimmer war ein wenig gewöhnungsbedürftig, sehr hübsch, aber durch die schräge Decke hat man nur einen schmalen Gang zum Stehen, und auch die Dusche ist recht klein. Für uns war es absolut ausreichend, aber wer sehr groß ist, könnte doch rasch an die Grenzen stoßen.

Wir fanden es herrlich, dass man von morgens bis abends einen sonnigen Platz auf der Terrasse finden konnte, dass es aber auch große Schirme gibt, wenn es zu heiß wird und man den Schatten sucht. Dazu die Kulisse der blühenden Büsche und Stauden und als einzige Geräuschkulisse das Vogelgezwitscher - das war wirklich erholsam!

Die Umgebung des Häuschens hat uns gut gefallen. Lambell ist ein recht ruhiger Ort, trotzdem ist man schnell bei Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Gleich zwei Supermärkte erreicht man innerhalb von 5 Minuten im Nachbarort Trégunc. Zum anderen Nachbarort Pouldohan sind wir spaziert und haben uns dort Strand und Hafen angesehen, schöner noch fanden wir den Meeresarm von Pouldohan, den man auch gut zu Fuß erreichen konnte. Hier gibt es einen wunderbaren Wanderweg an der Küste entlang, der je nach Gezeitenstand immer wieder unterschiedlich aussieht. Wir sind bei Flut darum herum gewandert und konnten die Kamera kaum ruhen lassen. Dann haben wir uns an einem kleinen Sandstrand, den wir komplett für uns hatten, ein, zwei Stündchen in die Sonne gelegt und haben dabei die Ebbe abgewartet. Anschließend sind wir mitten durch den Meeresarm wieder zum Ferienhaus zurück gewatet - das fanden wir besonders herrlich! Bei Ebbe ist das Wasser höchstens hüfthoch, da konnten wir mit unseren Rucksäcken gefahrlos hindurch, und einige der Ausläufer des Meeresarmes fallen auch komplett trocken. Hier kann man Krabben und andere Meerestierchen besonders gut finden.

Fazit: wir haben uns ausgesprochen wohl und willkommen gefühlt in Haus 38 und würden es jederzeit wieder für einen Urlaub in der Bretagne wählen.

Ingrid Doerenkamp