Ferienhäuser Karin Minor
Urlaub in der Bretagne / Frankreich

21. August 2017
Quimper, eine Stadt zum Schlendern und Schlemmen

In unserem Urlaub stand auch ein Tag in Quimper auf dem Programm.  Bis jetzt hatten wir uns nie die Zeit genommen, diese schöne Stadt mal so richtig zu erkunden.
 
Quimper ist nicht nur kulturell sehr interessant – es ist einfach ein Vegnügen, durch die bezaubernde, mittelalterliche Altstadt zu spazieren! Fachwerkhäuser mit Erkern und hervorragenden Giebeln neigen sich über die Gassen, die Turmspitzen der gotischen Kathedrale St. Corentin ragen noch darüber hinaus,die Brücken über den Odet sind mit Blumen geschmückt. Man flaniert durch die Fußgängerzonen, sieht Boutiquen, Fayenceläden und Marktstände und setzt sich zum Mittagessen in eine der zahlreichen Crêperien. Wir haben uns auf der kleinen 'Place de Beurre' niedergelassen. Mit einer Crêpe und einer Chocolat Viennois war es gleich wieder da, das bretonische Lebensgefühl! Quimper zu besuchen lohnt sich tatsächlich sehr! Die wirklich schöne Stadt mit gepflegten Grünflächen und schön angelegten Blumenbeeten zeigt sich sehr einladend, man kann am Odet mit seinen zahlreichen Brücken entlang gehen, den ehemaligen Bischofspalast besuchen, der jetzt das bretonische Museum beherbergt, oder die alte Stadtmauer besichtigen.
 
Die Stadt, Hauptstadt des Départments Finistère, blickt auf eine lange und reiche Geschichte zurück. Bereits zur Zeit der römischen Eroberung Galliens entstand hier, am Zusammenfluß des Odet mit zwei anderen Flüsschen, die erste Stadtsiedlung. Der bretonische Name ‚Kemper’ bedeutet auch Zusammenfluss. Der sagenumwobene König Gradlon, der aus der versunkenen Stadt Ys floh, soll Quimper zur Hauptstadt der Cornouaille gemacht haben. Seit jeher ein Verkehrsknotenpunkt, gedieh die Stadt so gut, dass im 13. Jahrhundert der Bau der Kathedrale begonnen wurde und im 16. Jahrhundert viele prunkvolle Bürgerhäuser entstanden. Alles beherrschend und weithin sichtbar, ragen die neugotischen Spitztürme der ‘Cathédrale Saint Corentin’ über die Stadt. Der Bau begann bereits 1240, konnte aber erst 1856 mit dem Errichten der Kirchturmspitzen abgeschlossen werden. Die Besonderheit dieser Kirche ist der nach links geneigte Chor. Vom Platz der Kathedrale gehen nach überall hin kleine Gässchen ab, das Stadtbild ist hier geprägt von den uralten Fachwerkhäusern, teilweise in freundlichen, bunten Farben gestrichen, und so manchem sieht man an, dass es schon einigen Stürmen hat trotzen müssen. 
 
Berühmt ist die Stadt vor allem für seine Porzellanmanufakturen. Die bekannten Fayencen sind überall zu kaufen und im Museum zu besichtigen.
 
Von Bénodet aus hat man übrigens die Möglichkeit, eine Bootstour auf dem Odet zu machen, sie geht an alten Schlössern und Herrenhäusern vorbei bis nach Quimper und wieder zurück. Das steht schon auf der Liste für den nächsten Bretagne-Urlaub. :-)
 
Sabine Schumacher